Das Sacred Heart Hospital in Abeokuta (Nigeria)

Von 2007 bis 2012 konzentrierte sich die Unterstützungsarbeit unseres Vereins auf das Sacred Heart Hospital (SHH) in Abeokuta, Westnigeria. Das Sacred Heart wurde bereits vor mehr als hundert Jahren als Missionsspital gegründet und spielt seither eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung der Region. Die Betreuung der über 400 stationären Betten, die über 45'000 ambulanten Konsultationen (davon rund 11'000 Kinder) aber auch die über 22'500 Schwangerschaftskontrollen bei rund 3'000 Geburten jährlich, muss dabei – von ärztlicher Seite her – derzeit von nur gerade acht Allgemein- und vier Fachärzten geleistet werden. Das Spital wurde im 19. Jahrhundert als Leprakolonie gegründet und ist seither stetig gewachsen. Heute ist es ein Akutspital mit folgenden Abteilungen: Innere Medizin, Chirugie, Kinderheilkunde, Neonatologie, Schwangerenbetreuung, Geburtshilfe, Röntgen, sowie einer Blutbank und einem Labor. Ausserdem gehört eine Tuberkuloseklinik, eine Zahnklinik und nicht zuletzt eine Schule für Pflegefachkräfte dazu. Besonders erwähnenswert sind vor allem auch die ‚outreach programmes’, in denen die meist sehr arme ländliche Bevölkerung der Umgebung so gut es geht mit Basisgesundheitsdiensten versorgt und in so genannten mobilen Kliniken behandelt wird.

Die zu Beginn gemeinsam gesetzten Ziele einer Entwicklungszusammenarbeit - vor allem die Bekämpfung der Kinder- und Wochenbettsterblichkeit - konnten in der 5-jährigen Zusammenarbeit zwischen dem SHH und SUPPORT weitgehend erreicht werden. Unsere Unterstützungsarbeit beinhaltete vor allem den Ausbau und die Ausrüstung des Spitals mit Schwerpunkt auf die geburtshilflich-gynäkologische sowie die pädiatrische Abteilung. Dazu gehörte aber auch eine bessere Ausrüstung des Labors, der Bibliothek sowie der angegliederten Schule für Pflegedienste und Hebammen. Dank großzügiger materieller und finanzieller Unterstützung einiger Organisationen und vieler Privatpersonen konnten über die Jahre zwei 40-Fuss-Container voll mit gesammeltem medizinischen Gütern für das SHH verschifft werden.
Unsere gemeinsamen Bemühungen spiegeln sich letztlich in erfreulichen Zahlen wieder: In den Jahren unserer Zusammenarbeit konnte die Wochenbettsterblichkeit im Sacred Heart Hospital um 55% gesenkt werden und die meisten Frühgeborene überlebten! Die Zahl der behandelten Patienten stieg um 15%, die diagnostische Effizienz des Labors, wurde drastisch erhöht, im speziellem die des Tuberkulose-Labors. Und last but not least: die Schule für Pflegedienste und Hebammen verzeichnete das beste Berufsabschlussresultat landesweit und erlangte die Anerkennung des Internationalen Roten Kreuzes!
Zum Aufbau eines nachhaltigen medizintechnischen Dienstes ist es aufgrund anderer Prioritäten des Krankenhauses nicht mehr gekommen. Die Projektarbeit mit dem Sacred Heart Hospital konnte im Jahr 2012 mit Zufriedenheit abgeschlossen werden.

Näheres zu unserer Arbeit mit dem SHH finden Sie im Jahresbericht 2008/2009, 2009update, 2010, 2011 sowie im Jahresbericht 2012.